Die Schlachten bei Arbalo, Teutoburgiensis Saltus, Campus Idistaviso und der Hildesheimer Silberfund

Lucius Annaeus Florus: Drusi Tropaeum

Florus: Bellum Germanicum II 30
[la] 23. Missus in eam provinciam Drusus primos domuit Usipetes, inde Tencteros percurrit et Chattos. Nam Marcomannorum spoliis et insignibus quendam editum tumulum  in tropaei  modum excoluit. 23. Drusus wurde in diese Provinz abgesandt und unterwarf als erster die Usipeter, danach durchzog er das Gebiet der Tenkterer und der Chatten. Mit Beutestücken und Feldzeichen der Markomannen schmückte er einen hohen Hügel wie ein Siegesdenkmal 1 .
[la] 24. Inde validissimas nationes Cheruscos Suebosque et Sicambros pariter agressus est, qui viginti centurionibus  in crucem actis hoc velut sacramento sumpserant bellum, adeo certa victoriae spe, ut praedam in anticessum pactione diviserint. 24. Dann griff er gleichzeitig die stärksten Stämme an, die Cherusker, Sueben und Sugambrer, die zwanzig Centurionen 2  ans Kreuz geschlagen und, als hätten sie damit einander den Treueid geleistet, den Krieg begonnen hatten.

Übernommen aus http://www.geschichte.uni-osnabrueck.de/projekt/pages/quelle3.html


1

Das hier in Absatz 23 erwähnte Tropaeum kann nicht mit jenem identisch sein, das Drusus kurz vor seinem Tode im Jahre 9 v. Chr. an der Elbe errichten ließ ( Cassius Dio: Drusus' Tod ). Denn laut Florus (Absatz 24) griff er danach  die Cherusker, Schwaben und Sugamber an.

Absatz 23 bezieht sich darum auf die Feldzüge vor dem Jahre 9 v. Chr., deren bedeutenste Schlacht die bei Arbalo 11 v. Chr. war.

Die Tropaia Drusu, die auf der Karte des Ptolemaios in der Nähe der Weser eingetragen sind, sind nicht mit denen an der Elbe gleichzusetzen.

2Das zeigt, wie verlustreich die vorangegangenen Feldzüge, insbesondere die Schlacht bei Arbarlo, gewesen waren.