MPG-Logo.png Jubiläum Abitur 1974 OHNE FLEISS KEIN PREIS          KRAFT IM ARM          LEHRE GIEBT EHRE          GOTT DIE EHRE          DEORSUM NUMQUAM          DIC CUR HIC          NON MIHI SED PATRIAE          PRINCIPIIS OBSTA          ODI PROFANUM VULGUS          NON SCHOLAE SED VITAE          NE QUID NIMIS          SAPERE AUDE

Malte Lücke

  1. Zu den Lehrern

Eure Mails habe ich sehr gern gelesen - und sie haben mich wieder an die Zeit am Theaterplatz und in der Baurat Gerber Straße zurückdenken lassen. Vielen Dank an euch alle, die Ihr diese Korrespondenzchronik erstellt habt!

Zu den Lehrern

In der Rückschau ist mir sehr deutlich geworden, was für ein Glück ich/wir mit der Lehrerschaft zwischen 1966 und 1974 gehabt habe/n. Natürlich erinnere ich mich mit immer noch abrufbarer Empörung :-) an die Tiraden, die ich von Frau Hillmer (Krampenschuss vom Nebentisch > inquisitorisches IndieAugenStieren durch Frau H. bei allen in unserem Bereich > reflexhaftes Erröten bei mir > Standpauke) oder auch von Frau Knauer (die Chorleute der 7a entzogen sich der musikalischen Untermalung der Fünftklässereinschulung, um der ersten Englischstunde bei Herrn Gidion beiwohnen zu können) eingesteckt habe.

Aber ich denke auch an den absolut charismatischen Christoph von Wedemeyer (hohe Backenknochen, Knopfaugen, breites Lachen, Einladungen der Klasse zum Rodeln in den Schillerwiesen und danach zum Kakaotrinken bei ihm zuhause,…), den verschmitzt lippenschürzenden Blacky Schwarz , die wunderbare Marjolaine Jacquot (danke, lieber Jürgen, für den Faktencheck in Sachen Petersdom - ich wusste nicht um Deinen Handlungsbeitrag!), den großzügigen Herrn Labusch in Latein ( um Gottes willen, paraphrasieren Sie - bloß nicht Wort für Wort übersetzen, ich will lieber wissen, dass Sie's inhaltlich verstanden haben!), den beeindruckenden Wolfgang Natonek , der einen unglaublich abgewogenen Unterricht über die DDR machte und von dem ich, fast beschämt, erst später erfuhr, dass er als Anführer der Leipziger Studentenaufstände jahrelang in Stasi Haft gesessen hatte (was für eine Größe, dann trotzdem so unparteiisch über die DDR sprechen zu können!), und, vor allem, Günter Trittel ( was Sie verstanden haben, erkenne ich an Ihren Fragen, nicht an Ihren Antworten! ), dem weltbesten Deutsch-, Geschichte- und Gemeinschaftskundelehrer überhaupt. Elisabeth von Thadden hat ihm irgendwann einen Artikel in der ZEIT ( Hintergrund/2003 Thadden Trittel.pdf ) gewidmet und mir mit jedem Wort der Dankbarkeit aus dem Herzen gesprochen.