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Aus : Annales II 12 wissen wir, dass sich die germanischen Truppen unter Arminius unmittelbar vor der Schlacht bei Idistaviso = Innerste-Wiese in einem dem Herkules heiligen Haine sammelten. Germanicus, der die Weser überquert hatte, erfuhr es von einem Überläufer.
[la]
Caesar
transgressus Visurgim
indicio perfugae cognoscit delectum ab Arminio locum pugnae; convenisse et alias nationes
in silvam Herculi sacram
ausurosque nocturnam castrorum oppugnationem.
Der griechisch-römische Gott Herakles / Hercules wird dem germanischen Donar = Donner zugeordnet. 2 Wir suchen also am Unterlauf der Innerste (siehe Karte) nach Ortsbezeichnungen, die auf Donar zurückgehen.
Noch aus einem anderen Grund haben wir es hier zu suchen: Ortelius lokalisierte den Herkuleshain zwischen Tropaea Drusi und Luppia , nach unserer Theorie also zwischen Elze und Dingelbe .
Jede Theorie, die das Idistavisische Feld lokalisiert, sollte auch einen dem Herkules heiligen Hain vorweisen können. Natürlich mag es viele Orte geben, deren Name sich auf Herkules = Donar zurückführen lässt, in dem Gebiet, das für die Schlacht in Frage kommt, grob geschätzt 250000 km², vielleicht 100 Orte. In dem schmalen Streifen am Unterlauf der Innerste von ca. 10 km Breite und 25 km Länge, wo ich die Schlacht lokalisiere, sind dann 250 km² / 250000km² * 100 = 0,1 solche Orte zu erwarten, also eigentlich keiner. Wenn wir dennoch einen finden, spricht das für die Theorie, weil es unwahrscheinlich ist.
Das Schloss Derneburg steht am Hang des Donnerberges . Die alte Derneburg ist längst zerfallen; die heute so genannte Derneburg ist ein mittelalterliches Kloster, das Georg Friedrich Ludwig Laves in den Jahren 1846 – 1848 im Auftrage des Grafen von Münster zum Schloss umgebaut hat. Zuvor hatte Laves auf dem Gipfel des Donnerberges den sogenannten Tee-Tempel errichtet. Als Vorbilder dienten Laves die dorischen Tempel Süditaliens, deren ältester der des Herakles und deren größter der des Zeus ist – beide in Agrigent. War er sich der Gleichung Donar = Herkules oder Jupiter bewusst?
Die Photographie aus dem Jahre 1886 zeigt den Donnerberg, im Vordergrund den Schatten des Schlosses, links in der Ferne das dorische Tempelchen. Weitere Informationen bei Gemeinde Holle 3 und Glashaus 4 .
Ob der Name Derneburg etwas mit Donar zu tun hat, mag bezweifelt werden; üblich ist die Deutung Tarnburg von altsächsisch derni = versteckt, getarnt . Der Name des Donnerberges , an dessen Hang sie steht, leitet sich aber von Donar ab.
Der Tempel wurde neben einem überlebensgroßen Standbild des heiligen Josephs errichtet.
Alle Anzeichen sprechen dafür, dass sich hier schon ein germanischer Kultplatz befand, und dass das christliche Kultmal an dieser Stelle die religiöse Tradition des Ortes aus germanischer Zeit fortführte.
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lokalisierte die Teutoburg im Innerstetal oberhalb Hildesheims unweit des Silberfundes. Folglich nahm er auch an 6 , Germanicus sei auf seinem Rachefeldzuge 15 n. Chr. ins untere Innerste-Tal vorgedrungen.
Ich vermute hier den Ort der Schlacht auf dem Campus Idistaviso 16 n. Chr.., die
,
folgend, an der Weser lokalisierte. Manche seiner Überlegungen lassen sich übernehmen. Dass beide Schlachtorte nicht weit von einander entfernt waren, ergibt sich daraus, dass Germanicus wie schon 15 n. Chr. kurz vor der zweiten Schlacht den Ort der ersten aufsuchte, siehe
: Annales II 7
.
's Karte zeigt, dass das Gelände der dortigen Beschreibung entspricht:
is medius inter Visurgim et collis, ut ripae fluminis cedunt aut prominentia montium resistunt, inaequaliter sinuatur.
Ordnete den Silberfund der Schlacht bei Teutoburgiensis saltus zu, so halte ich einen Zusammenhang mit der bei Idistaviso für wahrscheinlicher.
Der Campus Idistaviso wird also am rechten Innersteufer zwischen Derneburg und dem Fundort des Silberschatzes lokalisiert. Ein Ortsname, der vielleicht auf die Schlacht zurückgeht, ist der des Gutes [de] Walshausen , erstmals im Jahre 1146 erwähnt als Waleshusen . Wal bedeutet Schlachtfeld und ist in Wörtern wie Walküre, Walstatt erhalten geblieben. 7
Auch auf dem Sarkophag aus dem Jahre 1153 des Bischofs Bernhard in der Kirche St. Godehard zu Hildesheim ist der Ort genannt. 8
Der Name des Nachbarortes Heersum geht nicht auf Heer zurück, sondern ist eine Verkürzung von Haederichesem, Hathericeshem, Haderichesem . 9 10
1 Niedersachsen-Navigator http://www.lgn.niedersachsen.de
2 Die Umkehrung ist nicht eindeutig: Wegen seiner Zuständigkeit für Blitze und seiner Vorliebe für Eichen entspricht Donar auch dem Gott Jupiter, daher auch Donnerstag = französisch Jeudi und Donnersberg in der Pfalz = lateinisch Mons Jovis .
3 Gemeinde Holle, Ortsteil Derneburg http://www.holle.de/ot_derneburg.htm
4 Das Glashaus Kultur- und Veranstaltungszentrum der Gemeinde Holle http://www.glashauskultur.de/laves-kulturpfad.htm
5 : Der Laves-Kulturpfad in Holle-Derneburg; Gerstenberg; Hildesheim; 1. Aufl. 2005, Seiten 32, 34.
6 : Der Hildesheimer Silberfund / Varus und Germanicus, Seite 72 (Der Vorstoß zum Teutoburgiensis saltus) Der Artikel in der Wochenzeitschrift : Simserim am Galgenberg http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46266059.html fasst Lindemanns Thesen zusammen.
7 : Deutsches Wörterbuch, Band 27, Spalte 1063.
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[la]Bernhardus comes de walleshusen vicesi(m)(us) ep(iscop)us hildensemensis fundator hui(us) templi obyt terciodecimo kalendas augusti · et hic requiescit
: Inschriftenkatalog Stadt Hildesheim, DI 58, Nr. 35†,
http://www.inschriften.net/hildesheim/inschrift/nr/di058-0035.html
, urn:nbn:de:0238-di058g010k0003500.
9 : Die Gaueinteilung der Diözese Hildesheim um das Jahr 1000, Karte, 1837
10 : Das Verwandtschaftsverhältnis der "schwäbischen" Edlen Ida von Elsdorf zum Kaiserbruder Ludolf IV. von Braunschweig (+ 1038) und zu Papst Leo IX. (+ 1054) http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/brunonen_sippe/dobbertin_hans_ida_von_elsdorf.html
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