De nomine situque montis Meliboci et de migratione gentium ex finibus illis

Nachwort zur Entſtehung

  1. Motivation
  2. Unterſchiede zur wiſſenſchaftlichen Arbeit
  3. Verfaſſen des lateiniſchen Textes
    1. Überſetzungsrichtung
    2. Wortſchatz
    3. Grammatik
  4. Sprachen, Alphabethe, Schriften
[de]

Motivation

Dreierlei hat mich zu dieſer Abhandlung bewogen:

  1. Ich wollte mein XSLT-Framework zum Erzeugen von HTML weiterentwickeln https://www.ibm.com/developerworks/library/wa-xsltstyle/index.html
  2. Nach vielen Jahren der Beſchäftigung mit lateiniſcher Literatur wollte ich ſelbſt auf Latein ſchreiben. Als Vorbild diente mir [la]De pronuntiatu Romanico in Germania von Heinrich Tiſchner http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/1sprach/lat/pronunt.htm
  3. Die Lokaliſierung überlieferter Orte aus dem Römiſch-Germaniſchen Kriege erfordert auch die des Berges. [la]Melibocus.

Unterſchiede zur wiſſenſchaftlichen Arbeit

wiſſenſchaftliche Arbeit dieſe Abhandlung
aufs Thema konzentiert abſchweifend,
im Stile der Abhandlungen des 18ten Jahrhunderts
wenige Wiſſenſchaften und Methoden mehrere
Etymologie, Geographie, Heraldik, Genetik, Geſchichtswiſſenſchaft
einſprachig, meiſt engliſch vielſprachig, Haupttext lateiniſch
romaniſche und weſtgermaniſche Sprachen werden als bekannt vorausgeſetzt
eine Schrift viele Schriften
nüchtern humorvoll, pathetiſch
ſeriös, wenig originell ſpekulativ, originell
neueſte Sekundärliteratur ältere Sekundärliteratur
Quellen ſchwierig zu beſchaffen Quellen mit einem Klick einzuſehen
rhetoriſche Stilmittel ſpielen keine Rolle rhetoriſche Stilmittel werden gezielt eingeſetzt 1

Verfaſſen des lateiniſchen Textes

Überſetzungsrichtung

Weil wir auf dem Gymnaſium nur noch lernen, vom Lateiniſchen ins Deutſche zu überſetzen, nicht umgekehrt, iſt das Überſetzen ins Lateiniſche nicht einfach.

Wortſchatz

Dadurch, daſs heute meiſt nur vom Lateiniſchen in die Mutterſprache überſetzt wird, fällt es ſchwer, das richtige lateiniſche Wort zu finden. Zum Beiſpiel heißt das Blut in einer Wunde auf Latein nicht [la]sanguis, das Blut in den Adern, ſondern [la]cruor. 2

Die Lexis geht über das klaſſiſche Latein hinaus: [la]Serendipitas

Idiomatiſche Ausdrücke laſſen ſich über ein Online-Lexikon wie https://de.pons.com/ hingegen leicht auffinden.

Grammatik

Ein häufiger Fehler ist hier der unterſchiedliche Caſus im Deutſchen und Lateiniſchen: jemandem folgen = [la]aliquem sequi.

Sprachen, Alphabethe, Schriften

Die Zitate ſtammen aus zahlreichen Sprachen:

Sprache Beiſpiel
Altengliſch [ang]Norþumberland
Altgriechiſch [grc]Χάττων Μηλίβοκον
Althochdeutſch [goh]Chattono
Arabiſch [ar]معركة وادي لكة
Bulgariſch [bg]Богомил
Catalaniſch [ca]Bonfante ha proposat
Deutſch [de]Sachſen
Engliſch [en]History of the Earldom
Franzöſiſch [fr]Châlons-en-Champagne
Hethitiſch [hit]melit
Hindi [hi]भगवान
Lateiniſch [la]De nomine
Lettiſch [lv]mīļais
Oberſorbiſch [hsb]bůh
Perſiſch [fa]آیین مانی
Polniſch [pl]bóg
Ruſſiſch [ru]бог
Sanskrit [san]मेला
Schottiſch [sco]Máel Coluim
Spaniſch [es]país Vasco
Tſchechiſch [cs]bůh

Als Standardſchrift dient die bekannte [hi]Arial Unicode MS, ersatzweise sans-serif. Sie deckt auch fremde Alphabete ab.

Für den lateiniſchen Haupttext iſt die von John Stracke aus der engliſchen Überſetzung der Montaigne'ſchen Eſſays aus dem Jahre 1743 entwickelte Schrift [la]Essays 1743 verwendet (WOFF-Format). https://www.thibault.org/fonts/essays/

Deutſche Texte sind in [de]UnifrakturMaguntia geſetzt (gleichfalls WOFF-Format).

Für engliſche Texte iſt auf die weit verbreitete Schrift [en]Old English Text MT zurückgegriffen.


1 Chiasmus: [la] Ut lacus monstrum antiqua fama explicavit, sic altera monstra terrae:
Anapher: [la] … scutum eius digitibus in cruorem Dani mersis tingens … apud Cruorem Danorum vincit.
Hyperbaton: [la] Apud Dunrobin, in quo castello Robertus Gordon natus fuit, ad pontem antiquum per flumen Golspie Burn factum columna ponte antiquior de gente Chattich proelium committente admonet. Incriptio ex lingua gadelica in latinam translata:

2 [la] … scutum eius digitibus in cruorem Dani mersis tingens.